Put & Take Angeln in Dänemark — Forellenteiche für Einsteiger & Familien

Rute rein, Forelle raus — so einfach ist Put & Take. Dänemarks Put-&-Take-Seen sind künstlich angelegte und regelmäßig besetzte Angelseen. Kein Angelschein nötig, keine komplizierten Regeln, garantierter Fisch. Perfekt für Einsteiger, Kinder und alle, die im Urlaub einfach mal die Angel ins Wasser halten wollen.

Wie Put & Take funktioniert

Das Prinzip ist simpel: Ein privat betriebener See wird regelmäßig mit Forellen (Regenbogenforelle, Bachforelle, manchmal Saibling) besetzt. Man kauft eine Tageskarte, bekommt eine bestimmte Anzahl Fische zugeteilt und angelt los. Was man fängt, nimmt man mit.

Die meisten Seen arbeiten mit einem Fangkarten-System:

  • Tageskarte (Dagkort): Meist 100–200 DKK (ca. 13–27 €), erlaubt 2–5 Fische je nach See
  • Halbtageskarte: An vielen Seen verfügbar, günstiger
  • Kinderkarte: Oft reduziert oder ab einem gewissen Alter kostenlos
  • Catch & Release: An manchen Seen optional möglich — vorher fragen

Wichtig: Für Put-&-Take-Seen braucht man keinen staatlichen Angelschein (Fisketegn). Die Seen sind privat und haben eigene Regelungen. Das macht sie besonders unkompliziert für Urlauber.

Die besten Put-&-Take-Regionen

Jütland: Die meisten Seen

Jütland hat die höchste Dichte an Put-&-Take-Seen. Besonders rund um Silkeborg, Herning und im Ringkøbing-Fjord-Gebiet findet man alle paar Kilometer einen See. Viele Ferienhausgebiete haben ihren eigenen Angelsee in Laufweite.

Empfehlenswerte Seen in Jütland:

  • Lystfiskersøen Vinderup — großer See, gut besetzt, bei Familien beliebt
  • Ørredgården bei Nørre Nebel — nah an der Nordsee, auch für Anfänger top
  • Gødvad Fiskesø bei Silkeborg — mitten im Seenland, mehrere Seen zur Auswahl

Seeland & Inseln

Weniger Seen als in Jütland, aber es gibt sie. Rund um Holbæk und in Südseeland finden sich mehrere gut geführte Anlagen. Auf Bornholm gibt es kleine Put-&-Take-Seen in der Nähe der Ferienhausgebiete.

Fünen

Auf Fünen und den umliegenden Inseln (Langeland, Ærø) gibt es vereinzelt Put-&-Take-Möglichkeiten — oft kleiner und familiärer als auf dem Festland.

Was beißt? Fischarten im Put-&-Take-See

  • Regenbogenforelle: Der Klassiker. 95% aller Put-&-Take-Fische. Kampfstark, schmeckt gut, nimmt fast jeden Köder.
  • Bachforelle: Seltener besetzt, aber vorsichtiger — eine echte Herausforderung für erfahrene Angler.
  • Saibling: Noch seltener. Einige Premium-Seen setzen auch Saiblinge, die als besonders guter Speisefisch gelten.
  • Stör: Einzelne Seen haben auch Störe im Bestand — riesige Fische, Catch & Release.

Ausrüstung: Was braucht man?

Die meisten Put-&-Take-Seen verleihen Ausrüstung. Wer eigene mitbringt:

  • Rute: Leichte Spinnrute (1,80–2,40 m) oder Forellen-Pose
  • Schnur: 0,22–0,28 mm Mono
  • Köder: PowerBait (Forellenteig) in Gelb, Orange oder Rainbow funktioniert fast immer. Alternativ: Blinker (5–10 g), Spinner, kleine Wobbler
  • Kescher: Nicht vergessen — Forellen im Drill sind schnell, und ohne Kescher verliert man sie am Ufer
  • Maßband & Messer: Zum Messen und Schlachten

Tipps für mehr Fang

  • Früh kommen: Die frisch besetzten Fische beißen morgens am besten. Viele Seen besetzen 2–3 Mal pro Woche.
  • Tiefe variieren: Forellen stehen je nach Wassertemperatur in verschiedenen Tiefen. An warmen Tagen tiefer, an kühlen flacher.
  • Standort wechseln: Wenn nach 30 Minuten nichts beißt, 20 Meter weitergehen. Forellen haben Lieblingsstellen im See.
  • PowerBait treibend anbieten: Forellenteig schwimmt auf — auf Grund legen und langsam auftreiben lassen. Klassische und effektive Methode.

Put & Take mit Kindern

Put-&-Take-Seen sind der perfekte Einstieg fürs Angeln mit Kindern. Der Fang ist fast garantiert, die Geduld wird belohnt, und abends grillt man den eigenen Fisch. Viele Seen haben:

  • Flache Uferbereiche für Kinder
  • Leih-Equipment in Kindergröße
  • Grillplätze und Picknicktische
  • Toiletten und Überdachungen

Manche Seen bieten sogar Kinder-Events an, bei denen ein Angelguide hilft und erklärt.

Unterkünfte entlang der Route

Angelunterkünfte in Dänemark

Häufig gestellte Fragen

Braucht man einen Angelschein für Put & Take?

Nein. Put-&-Take-Seen sind privat und erfordern nur eine Tageskarte, die man vor Ort kauft. Den staatlichen Angelschein (Fisketegn) braucht man nur für öffentliche Gewässer.

Was kosten die Fische?

Rechne mit ca. 100–200 DKK (13–27 €) pro Tageskarte für 2–5 Fische. Pro Kilogramm Fisch liegt man bei ca. 50–80 DKK — teurer als im Supermarkt, aber frischer geht nicht.

Wann ist die beste Zeit?

Ganzjährig möglich. Am besten beißen die Forellen im Frühling (März–Mai) und Herbst (September–November), wenn die Wassertemperatur zwischen 8 und 15°C liegt. Im Hochsommer morgens oder abends angeln — tagsüber ist es den Fischen oft zu warm.

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