Maribo Sehenswürdigkeiten — Domkirche, Seen und Safaripark auf Lolland

Maribo ist die größte Stadt auf Lolland und liegt an der Nordseite der Maribo-Seen. Die Domkirche stammt aus einem Birgittinerkloster des 15. Jahrhunderts und steht still und massiv über dem Wasser. Drumherum: ein Stadtkern, der in zehn Minuten durchlaufen ist, ein See mit Badestellen und Wanderwegen, und eines der besten Jazzfestivals Dänemarks.

Lolland ist flach, fruchtbar und oft unterschätzt. Wer nur auf der Durchfahrt zur Fähre nach Deutschland ist, verpasst etwas. Maribo hat etwa 6.000 Einwohner und die Art von Ruhe, für die man woanders viel Geld bezahlt.

Maribo Domkirke — das Birgittinerkloster am See

Die Domkirche wurde ab 1416 als Teil eines Birgittinerklosters gebaut. Der Backsteingotik-Bau hat eine klare, strenge Schönheit — hohe Gewölbe, weiß getünchte Wände, wenig Schnörkel. Das Kloster selbst ist längst verschwunden, aber Teile des Kreuzgangs sind in Privatgebäude integriert worden. Im Inneren steht ein spätgotischer Flügelaltar aus dem 16. Jahrhundert.

Die Kirche liegt direkt am Søndersø, und wer nach dem Besuch die hundert Meter zum Seeufer geht, hat einen der schönsten Ausblicke auf Lolland.

Adresse: Klostergade 1, 4930 Maribo
Öffnungszeiten: Täglich 10–16 Uhr (Sommer bis 17 Uhr)

Maribo Søerne — Wandern und Baden am See

Die Maribo-Seen bestehen aus vier Seen, die von Wiesen und Laubwald umgeben sind. Das Gebiet ist Natura-2000-Schutzzone und Vogelparadies — Seeadler brüten hier, im Herbst rasten tausende Gänse. Ein Wanderweg von 12 Kilometern umrundet den Søndersø und den Nørresø. Flach, schattig, gut markiert.

Am Søndersø gibt es eine öffentliche Badestelle mit Steg und Liegewiese. Das Wasser ist sauber und im Sommer warm genug zum Schwimmen.

Frilandsmuseet Maribo — Leben auf dem Land

Das Freilichtmuseum zeigt Bauernhöfe und Handwerkerhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Originalgebäude, hierher versetzt und wieder aufgebaut. In den Häusern stehen Möbel, Geschirr, Werkzeuge — alles so, als wären die Bewohner gerade auf dem Feld. Im Sommer finden Vorführungen statt: Brotbacken, Schmiedearbeit, Flachsspinnen.

Adresse: Meinckesvej 10, 4930 Maribo
Saison: Mai bis September

Knuthenborg Safaripark

Acht Kilometer nördlich von Maribo liegt Nordeuropas größter Safaripark. 600 Tiere auf einem ehemaligen Gutsgelände: Giraffen, Nashörner, Wölfe, Tiger. Man fährt mit dem eigenen Auto durch die weitläufigen Gehege — die Affen klettern auf die Motorhaube, die Zebras stehen auf der Straße. Für Kinder gibt es einen Wasserspielplatz und ein Dinosaurier-Waldgebiet.

Der Park braucht mindestens einen halben Tag. Im Hochsommer kann es am Eingang Stau geben — vor 11 Uhr da sein.

Adresse: Knuthenborg Allé 1, 4930 Maribo
Eintritt: ab 249 DKK, Kinder (3–11) ab 179 DKK
Webseite: knuthenborg.dk

Maribo Jazz Festival

Jedes Jahr im Juli verwandelt sich Maribo für eine Woche in eine Bühne. Das Jazzfestival läuft seit 1991 und hat sich zu einem der bekanntesten in Dänemark entwickelt. Konzerte finden im Klostergarten, am Seeufer und in der Domkirche statt. Der Eintritt zu vielen Open-Air-Bühnen ist frei. Wer den Headliner im Klostergarten sehen will, braucht ein Ticket — ab 250 DKK.

Die Stimmung ist entspannt, das Publikum gemischt: Familien mit Kindern neben Jazzpuristen. Hotels und Ferienhäuser in Maribo sind während des Festivals schnell ausgebucht.

Museumsbahn Maribo–Bandholm

Die historische Schmalspurbahn fährt im Sommer von Maribo nach Bandholm, einem kleinen Hafen an der Nordküste Lollands. Die Fahrt dauert 20 Minuten, die Dampflok schnaubt durch Felder und Obstplantagen. In Bandholm gibt es einen Strand, einen Kiosk und sonst nicht viel — und das reicht völlig.

Saison: Juni bis August, Mittwoch–Sonntag

Karte

Essen & Trinken in Maribo

Bangs Have am Søndersø — Café und Restaurant im Stadtpark. Frokost-Platte mit Fjordkrabben, Smørrebrød, guter Kaffee. Terrasse direkt am See. Hauptgerichte ab 140 DKK.

Maribo Røgeri am Bandholm Havn — geräucherter Aal und Hering direkt aus der Räucherkammer. Zum Mitnehmen oder auf der Bank am Hafen essen. Räucheraal-Brötchen für 65 DKK.

Pizzeria Venezia in der Vestergade — der Klassiker in jeder dänischen Kleinstadt. Pizza, Pasta, Burger. Solide, nicht aufregend, 80 DKK für eine große Pizza.

Praktische Tipps

  • Anreise: Mit dem Auto über die E47 von Kopenhagen (1,5 Stunden) oder von der Fähre Rødby (25 Min.). Regionalzug ab Nykøbing Falster.
  • Parken: Kostenlos am Søndersø und am Domkirchenplatz.
  • Beste Reisezeit: Juni bis August. Jazzfestival Mitte Juli. Knuthenborg hat von April bis Oktober geöffnet.
  • Mit Kindern: Knuthenborg Safaripark, Museumsbahn, Badestelle am Søndersø.
  • Tagesausflug: Maribo + Knuthenborg füllen einen ganzen Tag. Nur die Stadt: 2–3 Stunden.

Häufige Fragen zu Maribo

Was kann man in Maribo machen?

Die Domkirche besichtigen, um die Maribo-Seen wandern, den Knuthenborg Safaripark besuchen und im Sommer mit der Museumsbahn nach Bandholm fahren. Im Juli findet das Jazz Festival statt.

Lohnt sich Knuthenborg Safaripark?

Ja, besonders mit Kindern. Man fährt mit dem eigenen Auto durch die Gehege und kommt den Tieren sehr nah. Einen halben Tag sollte man einplanen.

Wann ist das Maribo Jazz Festival?

Mitte Juli, eine Woche lang. Viele Konzerte sind kostenlos. Unterkünfte sollte man frühzeitig buchen.

Kann man in den Maribo-Seen schwimmen?

Ja, am Søndersø gibt es eine öffentliche Badestelle mit Steg. Das Wasser hat im Sommer angenehme Temperaturen. Der See ist sauber und von Wald umgeben.

Weitere Ziele auf Lolland-Falster

Von Maribo aus sind andere Orte in der Region schnell erreichbar:

Unterkünfte in Maribo

Maribo hat ein gutes Hotel direkt am See: das Hotel Maribo Søpark mit Blick über den Søndersø. In der Umgebung gibt es viele Ferienhäuser, vor allem Richtung Bandholm und an der Ostküste Lollands. Camping: Der Maribo Sø Camping liegt am Nordufer mit direktem Seezugang.