Bornholm

Bornholm

Die Insel Bornholm ist die östlichste Insel Dänemarks und liegt mitten in der Ostsee. Sie ist zusammen mit ihren sechs unbewohnten Nebeninseln ca. 80 Kilometer nordöstlich von Rügen gelegen.
Die Insel ist nur per Fähre von Deutschland, Schweden oder Dänemark zu erreichen. Von den Städten Sassnitz (Deutschland), Ystad (Schweden) und Køge (Dänemark) fahren die Fähren nach Bornholm ab. Hierbei sollte man beachten, dass auf manchen Strecken Schnellfähren verfügbar sind und sich die Fahrpläne aber je nach Jahreszeit unterscheiden können. Die Hauptanbieter sind hierbei „Scandlines“ und „BornholmerFærgen“. Auf den Fähren ist die Mitnahme von Wohnwagen, Wohnmobil oder PKW problemlos möglich, muss jedoch bei der Buchung mit angegeben werden. Auch die Mitnahme von Fahrrädern und Motorrädern ist sehr beliebt.


Die Insel Bornholm wird nicht ohne Grund die Sonneninsel Dänemarks genannt. Die Insel zeichnet sich durch das milde, fast schon mediterrane Klima aus. Man kann sich dort über so viele Sonnenstunde freuen, wie in in keinem anderen Teil Dänemarks. Im Vergleich zu anderen Regionen fällt dort auch weniger Niederschlag. Feigenbäume, die sonst nur am Mittelmeer wachsen, finden sich überall auf Bornholm.

Die Insel Bornholm bietet mit 140 Kilometer Küste Strände für jeden Geschmack.

Dueodde

Einer der beliebtesten Strände ist Dueodde. Er erstreckt sich über 8 km an der Südspitze Bornholms. Das Besondere an diesem Strand ist der feine, weiße Sand, der früher sogar für Eieruhren benutzt wurde.

Balka

Ein weiterer sehr beliebter Strand ist der Balka Strand. Er gilt als der kinderfreundlichste Strand und bietet im Sommer ein Paradies für Surfanfänger. Der Strand ist in der Bucht von Balka, südlich der Stadt Nexø, gelegen. Dies ist nur eine Auswahl der zahlreichen Strände der Insel Bornholm.

Bornholm Balka Strand
Bornholm Balka Strand
Doch Baden ist nicht das einzige, was die Urlauber auf der Insel tun können. Gerade Feinschmecker und kulinarisch interessierte Urlauber zieht es in die Hasle Røgerie. In der alten Räucherei werden Fische nach alter Tradition über dem Feuer haltbar gemacht und bieten dem Urlauber in gemütlichem Ambiente ein einmaliges Geschmackserlebnis.
An der Nordspitze der Insel befindet sich die größte Burgruine Nordeuropas. Der erste Stein wurde am Anfang des 13. Jahrhunderts gelegt. Der Besuch des Hammerhus ist für viele Urlauber ein Muss. An klaren Tagen kann man von dort sogar bis an die nahe gelegene Küste Schwedens schauen.

Bornholms Norden

Den Besuch des Hammerhus kann man wunderbar mit der Besichtigung der Zwillingsstädte Allinge und Sandvig verbinden, denn nur knapp 2 Kilometer trennen diese beiden Sehenswürdigkeiten. In diesen Städten befinden sich die größten Felsenzeichnungen von Dänemark, die zwischen 1800 vor Christus und 500 Jahren entstanden.

Mit 3.500 Ferienhäusern und unzähligen Hotels bietet Bornholm seinen Besuchern umfassende Übernachtungsmöglichkeiten. Darüber hinaus gibt es auf der Insel einige Ferienparks und etliche Campingplätze. Für wenig Geld findet man in den Danhostel-Herbergen Unterkunft.

Bornholm Wetter

Das Wetter auf Bornholm ist ganz besonder Mild. Man sagt, hier kommt der Sommer etwas später, dafür bleibt er etwas länger. Das Wetter auf Bornholm im Juli und August ist von sommrlichen Temperaturen geprägt, die nie ins extreme gehen. Während es in Deutland auch einmal 37°C sein können, bleibt es auf Bornholm in der Regel unter 30°C, eher bei maximal 27°C. Gerade für Kreislaufpatienten ist dies eine herrliche Sache. Die Sonne scheint übrigens an nahezu jedem Tag mindestens ein mal.

Auch der September ist schön bei Temperaturen um die 20°C. Es gibt weiterhin viele Sonnenstunden und die Ostsee lädt noch zum Bade ein. Auch das Wetter im Oktober zu den Herbstferien ist schön, das Ostsee-Wasser ist nun jedoch schon recht stark abgekühlt.

Grund für das milde Klima auf Bornholm ist die Lage mitten in der Ostsee. Diese kühlt im Sommer und sorgt für eine offene Wolkendecke und wärmt im Herbst. Dieses spezielle Bornholm Klima sorgt dafür, dass hier Planzen wachsen, die man sonst eher in südlicheren Gefilden vermutet.

Die meisten Sonnenstunden auf Bornholm gibt es sicherlich im Süden, bei Dueodde, Nexö und Balka. Hier sind keine Berge, die Wolken anziehen können, so dass es für Sonnenanbeter die besten Wahl ist, hier den Bornholm Urlaub zu verbringen.
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Die Temperaturen

Bornholm zählt zu den wärmsten Orten Dänemarks, vor allen Dingen im Sommer. Aus diesem Grund ist die Insel bei Touristen äußerst beliebt für einen Urlaub.
In den Wintermonaten liegt die Temperatur in Bornholm immer um den Gefrierpunkt, es handelt sich hierbei also um ein typisches gemäßigtes Klima im Norden Europas. Der kälteste Monat ist der Februar, mit im Durschnitt negativen Temperaturen. In den Monaten April und Mai steigt die durchschnittliche Temperatur dann an, bevor sie ihren Höhepunkt in den Monaten Juni, Juli und August hat. Hier liegt die durchschnittliche Temperatur bei ungefähr 16° Celsius, aber liegt an manchen Tagen sogar bei bis zu 20° Celsius. Aber auch im September ist noch ein angenehmes Klima mit durchschnittlich 13° Celsius vorhanden, bevor es sich in den folgenden Monaten wieder stärker abkühlt. Doch auch die milden 9,5° Celsius im Oktober, oder die 5° Celsius im November, sind auf Grund der vielen Sonnenstunden noch angenehm.

Der Niederschlag

Im gesamten Jahr fällt in Bornholm ungefähr ein Niederschlag von rund 600 Millimetern. Der größte Niederschlag wird im November mit 76 Millimetern erreicht und allgemein lässt sich sagen, dass der Niederschlag in den Monaten von September bis Januar am stärksten ist. Zwar gibt es auch in den Sommermonaten noch Niederschlag, doch dieser ist verhältnismäßig gering und ist somit gut auszuhalten. Die Regentage im Juni betragen beispielsweise im Durchschnitt der letzten Jahre gerade einmal 6, was zeigt, dass man hier nicht mit schlechtem Wetter rechnen muss. Auch in den restlichen Monaten gibt es nie mehr als 12 Regentage, wobei mit den meisten Regentagen im November und Dezember gerechnet werden muss. Im Vergleich zu einer deutschen Stadt wie Hamburg ist der Niederschlag äußerst gering, da es dort beispielsweise zu einem Niederschlag von ungefähr 770 Millimetern im Jahr kommt und darüberhinaus ungefähr 130 Tage im Jahr als Regentage bezeichnet werden. Im Vergleich dazu sind es in Bornholm gerade einmal 106.

Sonnenstunden am Tag

Bornholm zählt zu den sonnigsten Orten Europas, denn an einigen Tagen kann hier bis zu 8 Stunden lang die Sonne scheinen. Gerade in den Monaten Mai, Juni, Juli und August ist die Anzahl der Sonnenstunden überdurchschnittlich hoch und man kann hier durchschnittlich eine Stunde länger die Sonne genießen, als dies in Deutschland der Fall ist. Auf Grund der Nähe zu den Polen ist es im Winter aber lange Zeit dunkel, hier kann es vorkommen, dass es gerade einmal 1 Stunde am Tag Sonnenschein gibt. Doch auch diese Tatsache kann ihre Vorteile haben, denn so gibt es häufig schon früh wunderschöne Sonnenuntergänge zu sehen.

Fähren nach Bornholm

Die Reederei Faergen bringt Sie Frühjahr bis Herbst von Sassnitz auf der Insel Rügen nach Rönne. Die Fährüberfahrt dauert etwa 3,5 Stunden und ist recht angenehm zu verbringen. Auf der Fähre befinden sie viele gemütliche Sitz- und Liege-Bereiche, aber auch Restaurants und Shops. Für Kinder gibt es ein Spielzimmer.

Wer nicht von Sassnitz anreisen will, kann auch über das Festland in Richtung Kopenhagen oder Ystad (Schweden) reisen und von dort aus mit schnellen Fähren nach Bornholm übersetzen.

Bornholm Fähre Sassnitz
Fähre nach Bornholm

>>hier gehts zur Fährgesellschaft Faergen

Bornholm von seiner schönsten vegetativen Seite

Bornholm ist mit einer Gesamtfläche von rund 590 Quadratkilometern die östlichste Insel und Gemeinde Dänemarks und gehört zum Verwaltungsbezirk Hovedstaden. Die Geschichte der beliebten Ferieninsel, zunächst geprägt von Landwirtschaft und Fischerei, erlangte im 17. Jahrhundert einen Ruf als militärisch wichtiger Flottenstützpunkt, bevor sich zwei Jahrhunderte später eine rege Bergbauindustrie entwickelte. Heute leben viele der knapp 41.000 Bewohner Bornholms vom Tourismus, der Fischreucherei sowie der Produktion von kunsthandwerklichen Glaserzeugnissen und Steinzeug.
Wer Bornholm mit offenen Augen und einem guten Gespür für die Naturschönheiten der Insel entdeckt, wird sich über eine fast überbordene Vegetation in all ihren typischen und abwechslungsreichen Facetten freuen. Auch auf Borholm wurde und wird die Vegetation durch die natürlichen Einflüsse wie Klima, Böden, Gesteinsausbildungen und -formen oder etwa den vorherrschenden Wasserhaushalten gebildet.

Ein kurzer geologischer Streifzug über die Insel fördert einen Gesteinsaufbau zutage, mit dem sich Bornholm vom gesamten Rest Dänemarks durch seine präkambrischen (Erdfrühzeit) Grundgesteine unterscheidet. Weit verbreitet sind auch verschiedene Granitformationen, deren Alter bei bis zu 540 Millionen Jahren liegt. Bekannt ist u.a. der typische Rønne-Granit, der noch heute in Gruben bei Knudsker abgebaut wird. Prähistorisch herausragende Funde sind 170 Millionen Jahre alte Spuren zweier Dinosaurierarten sowie der 135 Millionen Jahre alte Zahn eines Velociraptors, der als gefürchteter Fleischfresser im Film Jurassic-Park zu Ehren kam.

Das grüne Band der Schluchtentäler

Eine endemische Pflanzenwelt, die biologisch erläutert nur in einer bestimmten, räumlich abgegrenzten Umgebung vorkommt, ist auf Bornholm unbekannt. Dem aufmerksamen Betrachter werden hingegen die ausgeprägten Schluchtentäler der Insel auffallen, die sich von bestimmten Aussichtspunkten als grandioses grünes, dichtes Band aus Baumkronen präsentieren.
Der größte Teil der Bornholmer Vegetation besteht aus ausgeprägten Rotbuchwäldern (Fagus sylvatica). Diese Baumarten findet man von Mittel- bis Osteuropa, nach Norden hin bis Südschweden, Südengland und in Norwegen sogar in direkter Meeresnähe bis zu den Lofoten. In den Süd- und Südostalpen bilden sie vorwiegend die natürliche Baumgrenze, werden ab einer Berghöhe von rund 1.000 Meter von Nadelbäumen, z.B. der Fichte, abgelöst.
Die bereits erwähnten Schluchtwälder mit ihrem teilweise luftfeuchten Klima bestehen zum Einen aus Bergahorn (Acer pseudoplatanus), einem vorwiegend sommergrünen Laubbaum, zum Anderen aus Bergulmen (Ulmus glabra, 1992 zum Baum des Jahres gewählt) oder der s.g. Gemeinen Esche (Fraxinus), die zur Pflanzengattung der Ölbaumgewächse zählt. Erwähnenswert sind noch die Kiefernwälder auf den Bornholmer “Dünensanden” bei Dueodde. Vergeblich suchen wird man Nadelhölzer, die von Natur aus nicht auf der Insel wachsen. Diese Gewächsart ist schwerpunktmäßig in den temperaten Gebieten der Nordhemisphäre, aber auch in weiten Teilen der Tropen zu finden. Diese Tatsache lässt auf die gute Bodenqualität der Insel schließen, da Nadelholzgewächse biologisch auch als Pionierpflanzen betrachtet werden, die nur auf Böden wachsen, die anderen Samenpflanzen nur unzureichende Wachstumsbedingungen bieten.

Landwirtschaft und Schiffsbau verdrängen die Vegetation

Die über Jahrhunderte andauernde landwirtschaftliche Nutzung hat der natürlichen Vegetation Bornholms ihren Stempel aufgedrückt und diese zum Teil stark verdrängt. Ein wesentlicher Grund dafür ist das intensiv genutzte und stetig weiter ausgebaute Ackerland. Es bildete schlussendlich einen Ring um das Inselinnere, in dessen Folge die s.g. naturnahen Wälder fast vollständig von der Insel verschwanden.
Weitere negative Auswirkungen auf die Waldvegetation kam durch deren Ausbeutung im Zusammenhang mit dem Bau von Schiffen zustande, und auch die Nutzung der ehemaligen Allmende als Vieh- und Waldweiden, dabei handelte es sich um einen Genossenschaftsbesitz wie er heute noch im Alpenraum, auf der Insel Gotland, Südbayern und vereinzelt im Nord- und Südschwarzwald bekannt ist, ließ den Waldbestand immer weiter schrumpfen. Eine Aufforstung fand erst mit einer Neuorientierung der Fortwirtschaft ihren Anfang, allerdings wurde für die Aufforstung nicht standortgerechte, aber schnellwachsende Nadelhölzer eingesetzt. Aus dieser falsch betriebenen Nutzung heraus entstanden nach und nach jene Plantagen und Forste, für die das neuzeitliche Bornholm und die Almindingen bekannt sind. Dort findet man nur noch kleinere Heideflächen, und mit Bastemosen und Olenen bewachsene Niedermoore und Moorseen. Die gute Nachricht: Im Ranking der größten und zusammenhängenden dänischen Waldgebiete steht der Almindingen heute auf Platz Zwei.

Eine Nase voll Natur

Jahr für Jahr begrüßen die Bornholmer weit über 500.000 Besucher auf ihrer Insel, die überwiegende Zahl, rund 80 Prozent, gelten als gern gesehene Stammgäste. Natürlich gibt es viele Gründe, die für einen erholsamen Urlaub auf der Ferieninsel sprechen. Aber nicht wenige Besucher werden auch immer wieder gerne dem Rat der Touristikmanager folgen und mit einer erinnerungswürdigen Prise Natur, Meer, Wald und Heide in der Nase nach Hause zurückkehren.